Nachdem ein paar Tage nach der Rückkehr vergangen sind, möchte ich noch einmal alles zusammenfassen und einen kleinen, aber generellen, Überblick über das Hostel und die Stadt St. Petersburg schildern.
Die Währung:
Das Geld umtauschen sollte man in Russland machen, da man eigtl. nicht mit großen Summen an Geld einreisen darf.
Der Eintauschkurs liegt bei 1€ zu etwa 38-40 Rubel (рубль), je nach Börsenkurs...Der Wechselkurs zurück in Euro ist etwas höher, sprich man bekommt weniger Geld zurück...aber das ist ja üblig.
Es gibt diverse Scheine (noch gibt es 10er, sonst gibt es 50er, 100er, 200er, 500er, 1000er und 5000er, welche ich bevorzugt habe, da das Kleingeld nervte...und die "Kupeken (копейка)" sind quasi die Centstücke, werden aber eigtl gar nicht genutzt. Zumindestens habe ich davon noch ein gefühltes Kilo. Sinnloses Kleingeld, dass in der Geldbörse Platz wegnimmt.
Wenn ihr eine 5000er Schein besitzt, macht einen Großeinkauf, sonst will niemand den 5000er Schein habe, da er "schwerer" zu wechseln ist. Lieber auf 1000er Noten hoffen.
Die Unterkunft:
Die Unterkunft war ein kleines Hostel mit etwa sechs Zimmern, vier Toiletten und zwei Badezimmer mit jeweils zwei Duschen. Die Lage des Hostels war leicht außerhalb des Zentrums; und wie ich finde dennoch okay für die drei Wochen in Russland.
Kleiner Nachteil bei den Zimmern war wohl das Bett. Man lag quasi auf einer dünnen Schicht Draht, zusammengebunden zu einem Netz, damit es die dünne Matratze hält.
Die Küche war von der Größe her okay, nur der Herd war etwas gewöhnungsbedürftig. Man musste definitiv mehr Zeit fürs Kochen einplanen!
Nach gut einer Woche ist dann eine Dusche im oberen Geschoss des Hostels kaputtgegangen. Dies wurde kurzfristig, jedoch wurde nciht richtig abgedichtet, sodass es bei den folgenden Duschgängen durch die Decke lief...
Die Metro:
Die Metro ist in St. Petersburg eine andere Hausnummer als die U-Bahn in Hamburg. Zumal geht man in ein normales Gebäude rein und muss dort durch die Terminals gehen und die Metrokarte an einen Sensor halten damit man zur Station kommt. Die gesamte Strecke verläuft unterirdisch.
Der Weg dahin ist abermals neu. Man fährt in jeder Metro-Station mit einer Rolltreppe runter und muss in den meisten Fällen noch ein paar Schritte zurücklegen. Die Geschwindigkeit der Rolltreppe ist deutlich schneller als wir es gewöhnt sind. Aber nach ein paar Tagen geht es.
Die Bahnen in St. Petersburg sind deutlich voller als in Hamburg. Hier gibt es weniger Sitzplätze in den Waggons, so ähnlich sollen - glaub ich - auch die neuen Fahrzeuge der Hochbahn aussehen. Zu den Berufszeiten sind die Bahnen sehr voll. Man muss sich eindrücken und keine Rücksicht auf Verluste nehmen. Wer Platzangst hat, sollte die Metro lieber meiden; zu diesen Zeiten könnte man die Metro auch als "Kontaktbörse" sehen :-P
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Fahrten zu kaufen. Damit meine ich mehrere Fahrten sind für einen bestimmten Zeitraum gültig. Ist man wie wir etwa drei Wochen dort, sollte man eine Karte mit 40 Fahrten für 30 Tage kaufen. Sie kostet dan etwa 770 руб (ca. 20€).
Die Sehenswürdigkeiten:
Im Vorwege sollte gesgt sein: Wenn ihr herfahrt, nehmt euch die Zeit. Um das komplette Sightseeing-Programm zu machen, braucht man etwa eine Woche...wenn nicht länger!
Auf jeden Fall sollte man sich folgendes angucken:
- Eremitage (plus den Palastplatz)
- Christi-Auferstehungskirche
- Peterhof
- Isaac-Kathedrale
- Nevskiy prospect
Der Sommergarten wurde zu unserer Zeit gerade renoviert. Jedoch machte er kurz vor unsere Abreise wohl wieder auf...
Auf jeden Fall - und das wird 100% geschehen - schaut euch den Nevskiy prospect an. Der ist riesig und deutlich größer als die Mönckebergstraße in Hamburg.
Ein weiteres Highlight ist der 9.Mai! Den sollte man eigtl. auch nicht verpassen, wenn man mal da ist. Wir hatten Glück so ein Spektakel mit erleben zu dürfen...es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Der Verkehr:
Beim Verkehr sollte man etwas Rücksicht auf die eigene Person nehmen. Nur die Ampeln sind dort Gesetz - zumindestens fahren die Leute da so. Die Geschweindigkeitsbegrenzung liegt in der Stadt wohl bei 60-70 Km/h - genau konnte es niemand sagen. Aber es ist auch nicht untypisch schneller zu fahren. Deswegen lege ich euch eine Busfahrt zum Peterhof nahe, damit ihr das auch erleben könnt!
Wer selbst fahren möchte, vergesst es! Nur sehr erfahrene Autofahrer sollten sich dort fortbewegen. Alle aus unserer Gruppe waren sich einig: keiner von uns fährt hier ein Fahrzeug!
Die Gesellschaft:
Gefühlt ist die Gesellschaft dort gespalten. Es gibt "Armenviertel" und "Reichenviertel"...zuminestens deutet sich das an, wenn man erzählt wo man lebt. Die bessere Gegend in St. Petersburg ist durch und durch das Zentrum, den Norden und Osten habe ich nicht gesehen. Im Westen der Stadt - Metro Primorskaya - ist es schon etwas anders...man sollte auf jeden Fall "solche" Orte besuchen, damit man einen Unterschied sieht.
In der Gegend in der wir gewohnt haben - das Universitätsviertel - gab es meistens Plattenbauten. Das sit in Russland üblig und nicht mit Deutschland, den Sozialwohnungen, zu vergleichen. Es hat den Eindruck gemacht, dass nicht viel Wert auf das eigene Heim gelegt wird, sondern mehr auf die Autos. Benzin ist deutlich günstiger - wenn mich nicht alles täuscht, waren es ca. 30-40 Rubel den Liter.
Es fuhren häufig Jeeps, Land Rovers, Range Rovers und andere Geländewagen hier rum, aber auch Sportautos wie Porsche und Ferrari. Nich nur Luxuskarossen, auch die Autos aus russischer Pappe, der Lada, wurden oft gesichtet.
Allgemein ist zu sagen, dass die Leute nett und hilfsbereit sind in St. Petersburg. Nur sollte man auf der Straße - wo es voller ist, wie auf dem Nevskiy - aufpassen, dass niemand an die Tasche geht. Ich habe diese Erfahrung gemacht, tut es euch nicht an. Am besten sind Umhängetaschen und keine Rucksäcke.
Die Sprache:
Ich würde empfehlen die Schrift vorher zu lernen, da viele Wörter im Russischen dem Deutschen und/oder Englischem sehr nah sind. Das merkt man an der Aussprache...ist nur zu empfehlen. Es wäre auch hilfreich, wenn manein wenig sprechen könnte, z.B.: "Wie viel kostet das?", "Wo geht es zum ....." usw...
Gönnt euch St. Petersburg, Russland! Ein MUSS im Osten!
Das war es soweit von meiner Seite. Ich möchte mit diesem Post diesen Blog abschließen und mich herzlich bei allen Lesern bedanken, die die ganze Zeit über den Blog verfolgt haben!
Es sind über 1600 Klicks zustande gekommen...auch wenn ein paar von mir dabei sind...
Vielen herzlichen Dank!
Es war eine sher schöne Zeit in St. Petersburg und würde auf jeden Fall nochmals hierher fahren! Macht's gut!
Viele Grüße und auf Wiedersehen,
Много поздравлений и до свидания,
euer Kapitano!